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Buchbesprechung der Zeitschrift "Jenseits des Irdischen" Diese Seite drucken Diese Seite drucken

Wo ist die Oma jetzt? - Eine Familie auf der Suche nach dem Woher und Wohin des Lebens - Autor: Bernt Högsdal

Nein, kein Roman, obwohl der Untertitel im ersten Moment darauf schließen lassen könnte. Aber - weit gefehlt. Hinter diesem Titel verbirgt sich eine jahrelange Recherche, ein Zusammenfügen von einzelnen kleinen Mosaiksteinchen, eine Kombination aus Beiträgen der Bereiche Religion, Philosophie, Wissenschaft und Botschaften aus der geistigen Welt. Anfangs nicht gerade „leichte Kost“, eher vergleichbar eines „Tolstoi“. Aber dieses aufschlußreiche Buch zur Frage auf das Woher und Wohin verzichtet (zunächst jedenfalls) auf einfache Antworten. Im Besonderen auffällig: Bernt Högsdal, Autor von „Wo ist die Oma jetzt“ mag in der Zusammensetzung seines rund 500 Seiten umfassenden Werkes augenscheinlich unorthodox und eher chaotisch vorgegangen sein, was sich im Nachhinein ebenfalls als Irrtum herausstellt, weil gerade die hier verwendete buchunübliche Zusammenstellung gewisse Zusammenhänge und das Zusammenwirken verschiedener „Komponenten“ erst transparent macht.

Nein, ein wirres Chaos kann man dem Autor nicht nachsagen - noch weni-ger Oberflächlichkeit. Bernt Högsdal geht mit einer „Tiefengründlichkeit“ vor, daß vor den Augen des Lesers eine Dies-und-Jenseits-Landschaft auftaucht, durch die zu schreiten und dabei zu erkennen, von Seite zu Seite leichter fällt und die schließlich so Vieles offenbart, daß es eigentlich jedermann - längst bevor er/sie die letzte Seite erreichen kann - wie die berühmten Schuppen von den Augen fällt. In nüchterner und respektvoller Art geschrieben; in respektvoller Art vor dem Leben und vor dem Leben nach dem Leben. Hierzu ein vergleichbares Buch zu finden, dürfte schwerfallen. Eine Feststellung, mit der ich sicherlich nicht alleine dastehe. Eine kompakte Vielfalt an Information. Den wenigen Worten zum Inhalt auf dem Einband der Buchrückseite wäre im Grunde genommen nichts mehr hinzuzufügen gewesen: „Eine Offenbarung für Sinnsuchende, die bereit sind, über Grenzen hinauszudenken. Ein Trostbuch, das dem Tod seinen Schrecken nimmt. Ein Begleiter zu einem bewußteren, gelasseneren Leben. - Stimmt, G.K.

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