DIE ANDERE REALITÄT:
Der Titel Ihres Buches lautet "Wo ist Oma jetzt?". Wie kamen Sie dazu? Gibt es die 12jährige Lisa wirklich?
HÖGSDAL:
Das Buch ist als ein Einstieg in die Welt der Spiritualität gedacht. Um diesen Einstieg für den Leser zu erleichtern, wurde die Form einer Rahmengeschichte gewählt, in der die Erlebnisse einer 'ganz normalen' Familie geschildert werden, die sich auf die Suche nach Antworten zu den Fragen des 'Woher und Wohin' des Lebens begibt:
Die Familie Becker wird aus dem Alltag herausgerissen, als sie unerwartet mit dem Tod von Herrn Beckers Mutter konfrontiert wird. Auf dem Rückweg von der Beerdigung fragt die 12-jährige Lisa plötzlich: "Wo ist die Oma jetzt und was macht sie wohl gerade?". Keiner kann ihr spontan eine befriedigende Antwort geben.
Diese Situation ist aber auch für die übrigen Familienmitglieder unbefriedigend und so beschließen alle zusammen, gemeinsam nach einer Antwort zu suchen und sie ma-chen daraus ein regelrechtes Familienprojekt. Die Familie liest eine Vielzahl von Büchern und Zeitschriften und sammelt Erkenntnisse zum Woher und Wohin des Lebens. Was sie aus den Bereichen Religion, Philosophie, Naturwissenschaften, Mythologie, Mystik sowie Botschaften aus der geistigen Welt zusammengetragen hat, macht den Inhalt Buches "Wo ist die Oma jetzt?" aus. Der Leser erlebt, wie die Familie vorgegangen ist, welche Fragen sich ihr stellten und welche Antworten sie fand.
Die Lisa gibt es als reale Person nicht. Aber zusammen mit den anderen Familienmitgliedern, dem Vater Hans, der Mutter Vera und dem Bruder Dirk, verkörpert sie Denkweisen, wie ich sie bei vielen Familien beobachtet habe.
Die Vorgehensweise der Familie bei der Suche entspricht meiner eigenen, als ich vor zehn Jahren anfing, mich intensiver mit dem Thema des 'Woher und Wohin' zu beschäftigen. Dabei machte ich folgende Erfahrung: Jedes Buch, das ich zu Beginn las, stiftete eher Verwirrung und Verunsicherung statt Klarheit und Einsicht. Erst nachdem ich etwa fünfzig Bücher gelesen hatte, bekam ich langsam einen Überblick und entdeckte gemeinsame Strukturen in der Themenvielfalt. Was ich dann beim Lesen von weiteren Hunderten von Büchern erfahren durfte, war für mich so faszinierend und erhellend, dass die Idee entstand, dieses in Buchform anderen zur Verfügung zu stellen. In dem Buch habe ich schließlich rund 1500 Zitate aus 230 Quellen zusammengestellt.
DIE ANDERE REALITÄT:
Wie kamen Sie dazu, sich als Techniker mit der Frage des Lebens nach dem Tod zu beschäftigen?
HÖGSDAL:
Als Flugzeugingenieur und Pilot mit mehreren tausend Stunden Instrumentenflugerfahrung bin ich gewohnt, auf die Errungenschaften von Technik und Naturwissenschaften zu vertrauen. Hier ist auch kein Raum für irgendwelche Art von 'Glauben' oder Philosophie. Hier geht es um harte Fakten und überprüfbares Wissen.
Dennoch war mir immer bewusst, dass das Leben mehr umfasst, als Naturwissenschaften und Technik erfassen können. Die Naturwissenschaften bieten überzeugende Erklärungen und Theorien für die physikalischen Ereignisse nach dem Urknall, blenden jedoch die entscheidende Frage aus: warum gibt es die Schöpfung, warum gibt es den Menschen und gibt es ein ewiges Leben?
Als ich vor vielen Jahren einem Technikerkollegen die Frage stellte "Glaubst Du an ein Leben nach dem Tod?" bekam ich nach einem mitleidigen Blick die Antwort: "Wer glaubt den heute noch an so 'was! Nein, mein Lieber, sieh den Tatsachen ins Auge. Tot ist tot, aus und vorbei!" Ähnliche Antworten gab es auch von weiteren Kollegen. Mein Einwand war, dass es Tausende von Berichten von Nahtoderlebnissen und Durchgaben von Verstorbenen über mediale Menschen gäbe. Die Argumente der Kollegen dazu waren immer die gleichen: "Es gibt keine bewiesene physikalische Erklärung für diese Phänomene. Was nicht messbar ist, gibt es auch nicht. Aber Hirngespinste und Einbildungen hat es zu allen Zeiten gegeben."
Da ich aber immer ein neugieriger Mensch gewesen bin und auch nicht 'unsterblich', waren die Aussagen meiner Kollegen der Auslöser, um selber systematisch nach Inforationen zu dem Leben nach dem Tod zu suchen. Im Vordergrund stand bei mir zunächst die Frage "Was lebt weiter, wo und wie wird gelebt?" Als wichtige Fragen ergaben sich dann aber auch: "Woher kommen wir und warum sind wir hier?"
Ein Wunsch war natürlich auch, so viele Erkenntnisse, Aussagen, Indizien und Beweise zu finden, um das Denkgebäude der Techniker und Naturwissenschaftler durch kritische Fragen ins Wanken bringen zu können.
DIE ANDERE REALITÄT:
Haben Sie persönlich eine Erfahrung mit dem sogenannten Jenseits ge-macht?
HÖGSDAL:
Meine persönliche Erfahrungen mit dem Jenseits gehen zurück auf meine Eltern, die mir folgende 'Lebensweisheiten' mit auf den Weg gegeben haben:
- Du musst nie vor irgendetwas oder irgendjemandem Angst haben, weil immer ein Schutzengel bei dir ist.
- Der Schutzengel macht sich bemerkbar über dein Gewissen als eine leise innere Stimme. Wenn du auf ihn hörst, wird er dir helfen.
- Du bist im Leben für alles, was du tust, selber verantwortlich und du kannst davor nicht weglaufen.
Mit diesen Botschaften bin ich bisher in meinem Leben gut gefahren. In kritischen Situationen und bei schwierigen Entscheidungen hatte ich immer das unverkennbare Vertrauen, von den Helfern im Jenseits gut beraten zu werden. Die Art der Kommunikation kann ich am besten als eine Mischung von Intuition, Inspiration und 'gutem Gefühl' beschreiben. Diese unzähligen Hilfen zu teilweise auch praktischen Alltagsproblemen lassen bei mir keinen Raum für einen Zweifel an der Existenz von Schutzengeln und Schutzgeistern.
Mit jenseitigen Botschaftern und medialen Durchgaben hatte ich keinen Kontakt, bis ich an Ihrem Kongress "Hellsehen und Channeling" in Kißlegg an Pfingsten 1999 teilnahm. Was ich dort erlebte, war derart überzeugend, was die Qualität der Inhalte der Durchgaben und die Integrität und Persönlichkeit der Medien anbetraf, dass ich Ihren Lesern nur wärmstens empfehlen kann, diese Erfahrungen bei einem Ihrer Kongresse selber zu machen.
DIE ANDERE REALITÄT:
Sehen Sie das Weiterleben nach dem Tod als wissenschaftlich bewiesen an?
HÖGSDAL:
Für mich persönlich besteht an einem Weiterleben nach dem Tod wie auch an der Reinkarnation nicht der geringste Zweifel. Leider ist diese persönliche Gewissheit nicht wissenschaftlich beweisbar.
Es gibt viele Beispiele von medialen Mitteilungen Verstorbener, die nachweislich nur von diesen Personen kommen konnten. Nicht zu vergessen sind Botschaften, die Verstorbene direkt über technische Geräte wie Telefon, Fax, PC, Tonband übermittelt haben.
Aber wissenschaftlich bewiesen ist eine Sache aber erst, wenn der letzte Zweifler überzeugt ist. Die bisherigen 'Beweise' von einem Leben nach dem Tod halten der bisherigen Art der wissenschaftlichen Beweisführung nicht stand. Auf der anderen Seite sind die Wissenschaftler nicht in der Lage zu beweisen, dass kein Weiterleben nach dem Tode gibt. Da jeder für sich selber stirbt, hilft aus meiner Sicht nur eines: Selber nach der Wahrheit suchen und sich spirituell so weiterentwickeln, dass die Aussagen der Wissenschaft für die eigene Gewissheit keine Rolle spielen.
Auch der kritischste Wissenschaftler wird eines Tages sterben und schlussendlich mit der ewigen Wahrheit konfrontiert werden. Im Schlusskapitel des Buches "Wo ist die Oma jetzt?" präsentiert Dirk, der Bruder von Lisa, eine Tabelle, die Sie hier vielleicht wiedergeben können:
Dirk überlegte außerdem, welche Vor- und Nachteile allein die Überzeugung von einem Weiterleben im Jenseits für die Menschen haben könnte. Jeder Mensch wird bei seinem Tod zwangsläufig mit der Wahrheit über das Weiterleben konfrontiert. Er fertigte die folgende Tabelle an, die er die "Reaktionstabelle eines Sterbenden" nannte:
|
Die Wahrheit ist: |
Es gibt ein Leben
nach dem Tod. |
Es gibt kein Leben
nach dem Tod. |
|
Die Überzeugung ist: |
|
|
|
Es gibt ein Leben nach dem Tod |
Wusste ich doch! Es ist alles so, wie es beschrieben wurde. Meine Weiterentwicklung kann sofort beginnen
|
Pech gehabt! Aber man bekommt es nicht mit. |
|
Es gibt kein Leben nach dem Tod. |
Was ist denn jetzt los? Große Verwirrung und langwierige, schwierige Anpassung. |
Recht gehabt! Aber man erfährt es nicht. |
Dirk: "Dies zeigt doch eindeutig, dass man nur Vorteile hat, wenn man von einem Leben nach dem Tod überzeugt ist. Das diesseitige Leben läuft dadurch entspannter und bewusster und man ist vor allem gut vorbereitet auf die nächsten Schritte in Richtung 'Ewige Heimat' ".
DIE ANDERE REALITÄT:
Wie sehen Ihre weiteren Aktivitäten aus?
HÖGSDAL:
Die bisherigen Studien werden fortgesetzt, da meine Partnerin und ich überzeugt sind, dass es noch eine Menge an Erkenntnissen zu entdecken gibt. Da das Buch nun fertig ist, sind wir z.Zt. dabei, eine Internetplattform im Rahmen unserer UNICON-Stiftung aufzubauen. Das Buch zusammen mit der Internetplattform ist ein Versuch, 'normalen Menschen' u.a. klarzumachen, dass keine Religion höher ist als die ewige Wahrheit und dass eigener innerer Frieden und spirituelle Einsichten wichtige Voraussetzungen für ein sinnvolles Erdenleben darstellen.
Ein Schwerpunkt dieser Plattform sollen interaktive Lern-Lehr-Module werden, bei welchen der Benutzer zunächst sein eigenes Weltbild definieren kann, um dann zu überprüfen, wie schlüssig dieses Weltbild ist. Wir wollen versuchen, einen Interessierten dort abzuholen, wo er steht, um ihn dann ggf. langsam an spirituelle Themen her-anzuführen. Dabei muss der Lernprozess so laufen, dass der Lernende über neue Erkenntnisse zu neuen Einsichten gelangt, die wiederum zu einer inneren Gewissheit führen, dass er sich auf dem richtigen Weg befindet.
Neben Lernmodulen werden wir auch eine Reihe von Themenmodulen mit Erläuterungen und Aussagen von Botschaftern der 'Geisterwelt Gottes' zur Verfügung stellen.
zum Seitenanfang